Weiheämter für Frauen

Sprecherin Dr. Gisela Forster
Tel.: 0049 8151 970039 0172 8535405

STELLUNGNAHME ZUR BISCHOFSWEIHE UND PRIESTERINNENWEIHE

AN DIE PRESSE

Sehr geehrte Damen und Herren!

In den letzten Tagen wurde in den Presseorganen Deutschlands und Österreich ausgiebig die Bischofsweihe im Almtal und die Priesterinnenweihe, die für den 29. Juni 2002 geplant ist, dargestellt. Dabei fiel im Besondern der Name von Monsignore Romulo Braschi.

Bislang hat kein Medium mit Herrn Braschi persönlich gesprochen. So habe ich dies heute morgen getan.

Das Ergebnis ist: Herr Monsignore Braschi hat mich gebeten, seine Stellungnahme zu den Ereignissen an Sie zu schicken, um die Würde seiner Person wiederherzustellen.

Das mache ich hiermit:

Monsignore Braschi wurde 1942 in Argentinien geboren. Er wurde in Buenos Aires 1966 zum römisch-katholischen Priester geweiht. Er war Mitglied des Marianischen katholischen Ordens in Buenos Aires. An der Universität promovierte er zum Doktor der THEOLOGIE.

Durch die Unruhen, bedingt durch die Diktatur in Argentinien, in der die römisch-katholische Kirche nicht gegen die Militätdiktatur in Argentinien auftrat ( “erst Im Jahre 2000 hat sich die römisch-katholische Kirche öffentlich weltweit für für die unterlassene Hilfeleistung und Mitschuld während der Militärdiktatur in Argentinien entschuldigt)” Zitat aus einem Schreiben des Monsignore Braschi, engagierte sich Romulo Braschi bei den “Basis-Gruppenbewegungen innerhalb der katholischen Kirche”. Er setzte sich für die Menschen gegen die Diktatur ein. Es stand damit gegen die damalige Position der katholischen Kirche.

Im Zusammenhang mit den argentinischen Wirrnissen begann sich persönlich für die Menschen, ihre Nöte und Sorgen einzusetzen und wirkte bei der katholisch-apostolischen charismatischen Kirche Jesu Christi mit.

Seine Bischofsweihe in der appostolischen Sukzession erhielt Monsignore Romulo Braschi von Bischof Roberto Padin. Dessen apostolische Sukzession liegt unserer Gruppe: Weiheämter für Frauen bis ins 15. Jahrhundert zurück mit amtlich beglaubigten Dokumenten in von Notaren bestätigten Schreiben vor.

Ein weiterer römisch-katholischer Bischof, der emeritierte römisch-katholische Bischof Geronimo Podesta, selbst durch päpstliche Bulle zum römisch-katholischen Bischof ernannt, Ausbilder für römisch-katholische Priester, Präsident der Bistümer und als Kardinal gewählt, der sich als bedeutender Amts- und Würdenträger entschieden hatte, die Sexualmoral der katholischen Kirche mit all ihren Irrtümern (Zölibat, Empfängnisverhütung, Pädophilie) nicht länger mitzutragen und als weltweit angesehener Mann sich zu seiner Frau bekannte, weihte Monsignore Romulo Braschi am 30. Januar 1999 zum Bischof in der apostolischen Sukzession. Er formulierte dabei ausdrücklich seinen Auftrag an Monsignore Podesta [muß Braschi sein (John Wijngaards)?]: Dass dieser sich für die Frauenpriesterweihe einsetzen und selbst Frauen weihen solle.

Monsignore Romulo Braschi widmete sein bisheriges Leben der charismatischen Hilfe für den Menschen. Er arbeitet sowohl für das geistige, als auch das körperliche Wohl jedes Einzelnen. Er hilft im besonderen Kranken, legt denen die Hände auf und hilft mit Gottes Kraft zu heilen.

Mit seiner apostolischen Sukzession ist er bisher äußerst sorgfältig und achtsam umgegangen, er hat bisher nur eine Person zum Priesteramt geweiht.

Dass er nicht einfach jeden weiht, der es will, das hat ihm die Schwierigkeiten gebracht, die ihm gegenwärtig in der Presse vorgeworfen werden: Alle Vorwürfe, die gegen Monsignore Braschi erhoben werden, stammen von einer Personengruppe der Schweiz, die Monsignore Romulo Braschi zwingen wollte, zum Priesteramt geweiht zu werden. Herr Monsignore Braschi weist alle Anschuldigungen gegen ihn entschieden zurück. Nichts von dem, was ihm unterstellt wird, ist wahr. Monsignore Braschi hat sich der zum Priesteramt drängenden Gruppe mit den Aussagen verweigert: Ich weihe nur fähige, gebildet, bewußte Männer und Frauen, keine “kuriosen Verbände oder dergleichen”.

Monsignore Braschi ist einer der Bischöfe, mit dem wir wegen der Priesterinnenweihe im Gespräch sind. Uns Frauen, die wir die Priesterinnenweihe empfangen wollen, hat Monsignore Romulo Braschi einzeln zu Gesprächen gebeten, in denen er Motivation, Eignung, Bildung und Wirkungswünsche befragte. Er hat mit dem Prüfungskomitee, ausgebildeten Theologen und Universitätsprofessoren der katholischen Kirche, gesprochen und die Eignung der Kandidatinnen überprüft.

Monsignore Romulo Braschi erfüllt durch die katholisch-apostolische Sukzession, die er von zwei Seiten erlangte, und die juristisch eindeutig geprüft ist, die Voraussetzungen, eine sakramental gültige Weihe durchzuführen. Er ist ebenso wie Bischof Hickmann und anderen Bischöfen mit der Frauengruppe für Weiheämter in enger Verbindung und überlegt mit uns gemeinsam, wer der Weihebischof der Frauen sein wird, ob die Bischöfe mit den Frauen entscheiden, wer welche Frau weiht, denn auch die Kraftübertragung der Weihe ist ein Kommunikationsprozeß oder wie wir vorgehen werden. Monsignore Braschi erfüllt alle Auswahlkriterien unserer Gruppe. Er ist gebildet, einfühlsam und menschennah christlich. Die Lebensform ist für uns kein Auswahlkriterium. Die Sexualmoral der katholsichen Kirche hat sich selbst zum Absurdum erklärt, wir sind nicht länger bereit, Ausgrenzungen der römisch-katholischen Kirche wegen einer bestimmten Lebensform (zölbatär, verheiratet…) mitzutragen.

Die Vorwürfe, die gegenwärtig von den Erzbischöfen in München (Kardinal Wetter) und Wien gestreut werden, entstammen einer nicht seriösen Quelle. Keiner dieser angreifenden Personen hat es für wichtig empfunden, mit dem Menschen Romulo Braschi zu sprechen. Keiner der amtierenden Kardinäle und Bischöfe hat sich die Mühe gemacht, die apostolische Sukzession des Monsignore Romulo Braschi zu prüfen, statt dessen wurde in diffamierender, menschenverachtender, äußerst unchristlicher Art und Weise in Presseerklärungen ein Mensch aus unserer Mitte vorverurteilt. Die Amtskirche hat sich damit selbst disqualifiziert.

Das mindeste, das wir Menschen einander geben sollten, ist die Achtung voreinander, das Anhören der Aussagen des anderen, der Respekt und die unvoreingenommene Information. Kardinal Wetter hetzt in seiner Presseerklärung vom letzten Freitag nicht nur gegen den Menschen Romulo Braschi, sondern auch gegen die Medien, die Pressefreiheit und das Engagement der Journalisten: Er verunglimpft “Heerscharen von Presseleuten” und stellt diese als Trottel dar. Er mißachtet damit jede Form der Höflichkeit und des Respektes und stellt sich selbst in die Ecke eines diktatorischen Menschenfeindes, der seinen Mitschwestern und Mitbrüdern nicht die geringste Achtung entgegenbringt. Wie anders waren da doch die Worte Jesu: Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid….Die Amtsträger der katholischen Kirche in Österreich sollten sich fragen, in wie weit sie für die Menschen oder diktatorisch gegen sie arbeiten.

Dr. Gisela Forster, 6 June 2002
Sprecherin der Weihegruppe für Frauen


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