| Siebter Schritt
"Weibliche Diakone? Wieder mal so eine feministische Erfindung!" Hat sich die wahre Katholische Tradition wirklich gegen die Frauenordination ausgesprochen? Die römischen Amtstheologie behauptet, die Katholische Kirche habe noch nie Frauen eine sakramentale Weihe gespendet. Diese Behauptung ist ganz einfach unzutreffend. Von den frühesten Zeiten an waren Frauen in den verschiedensten Diensten tätig, hauptsächlich als apostolische Helferinnen, Prophetinnen, Mitglieder von Witwenorden und als Diakoninnen. Weibliche Diakone Nach der Definition des Trienter Konzils aus dem Jahre 1563 ist das Diakonat Bestandteil des einen dreistufigen Weihesakraments. Wenn auch in der frühen Kirche der Ausdruck „Sakrament" noch nicht auf die heiligen Weihen angewandt wurde, so ist es entscheidend, sich klarzumachen, dass Frauen als Diakone eine Weihe im sakramentalen Sinne empfangen haben, wie vom Trienter Konzil definiert. Lesen Sie die Dokumentation:
Der sakramentale Charakter des weiblichen Diakonats lässt sich dadurch erhärten, dass Männer und Frauen den gleichen Weiheritus empfingen. Es lohnt sich, einmal auf die Texte in den alten Riten, wie sie heute vorliegen, einen Blick zu werfen:
Der springende Punkte ist, dass Frauen tatsächlich für ihren Dienst geweiht worden sind. Und wenn sie zu Diakoninnen geweiht werden konnten, können sie auch zu Priestern geweiht werden. Außerdem war das Frauendiakonat wenigstens neun Jahrhunderte lang in der Kirche weit verbreitet, wie geschichtlich zuverlässig bezeugt ist. Die kirchlichen Konzilien unterstützten die Praxis, Frauen zu Diakoninnen zu weihen. Frauen als Diakoninnen hatten in den Gemeinde vielfältige Aufgaben zu erfüllen. Wir besitzen eine eindrucksvolle Liste von Frauen als Diakoninnen (???Saints?). Die Gründe für den Niedergang des Frauendiakonats waren die Vorurteile des Römischen Rechts (das dann zur Grundlage des Kirchenrechts wurde) und das Tabu der Menstruation. Wurden Frauen zu Priestern geweiht? Wenn das auch nie allgemeine Praxis wurde, so gibt es doch Hinweise, dass in der frühen Kirche Frauen mancherorts auch die Funktion des Bischofs und Priesters ausübten:
Mit anderen Worten: Die Tatsache, das Frauen sakramental geweiht worden sind, insbesondere als geweihte Diakoninnen im vollen Sinne des Wortes, ist unbestreitbar. Die Katholische Tradition beinhaltet also durchaus die Praxis, Frauen zu weihen. Wenn Sie zu den einzelnen Schritten Fragen haben, so schreiben Sie mir, bitte. Klicken Sie einfach auf den Briefumschlag und schicken Sie mir ein email.
Übersetzung aus dem Englischen: Franz Schmalz, 76532 Baden-Baden.
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